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Stand: 11.09.2016

Pressemitteilung

Die Welt der neuen Medien kennenlernen

Mitarbeiter bei der Schulung vor einem PCDen PC und seine Möglichkeiten besser kennenzulernen - darum ging es in der internen Schulung im Caritas-Zentrum Speyer. Gereon Hoffmann / Caritasverband für die Diözese Speyer

Die Meinungen sind geteilt, nachdem Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Caritas Zentrums Speyer in seinen Räumen in der Ludwigstraße an einer internen Schulung teilgenommen haben: "Sehr gut, ich habe viel gelernt. Das ist für die ältere Generation sehr hilfreich", sagt eine 56-jährige Caritas-Mitarbeiterin. "Ich hätte mehr Vorkenntnisse gebraucht, ich glaube, die Dozentinnen sind vom Kenntnisstand eines 20-Jährigen ausgegangen", meint eine 59-Jährige Mitarbeiterin. "Ich habe nicht viel Neues gelernt", meint wiederum eine 45-Jährige, die allerdings Kinder im Teenageralter hat, die sie motivieren, den Anschluss an die modernen Medien zu halten.

Drei Gruppen teilen sich auf verschiedene Räume des Caritas-Zentrums auf und lernen zu verschiedenen Themenbereichen. Victoria Parthy erklärt, dass das hier verwendete Outlook wesentlich mehr kann, als nur eMails senden und empfangen. Sie zeigt, wie besonders wichtige Mails markiert werden können, so dass der Empfänger die hohe Priorität erkennt. Automatische Antworten können im Falle von Abwesenheit oder fehlender Erreichbarkeit Kollegen oder Klienten informieren und an andere Ansprechpartner verweisen. Und so gibt es noch viele weitere Funktionen, die Abstimmung und Koordination von Mitarbeitern und Projekten erleichtern. Dazu gehört zum Beispiel ein Kalender, den man für bestimmte andere Gruppen oder Einzelpersonen einsehbar machen kann.

Marlen Bauer erläutert die vielfältigen Funktionen moderner Telefonanlagen, die weit mehr können, als nur eine Verbindung zwischen zwei Telefonen herzustellen. Lisa Leininger hatte vor, die Teilnehmer mit Hilfe von Tabletts arbeiten zu lassen. Allerdings klappte es nicht, die mitgebrachten Geräte über ein drahtloses Netzwerk zu verbinden. Und so arbeitete sie ganz analog an einer Flipchart und überlegte mit ihren Zuhörern, wie immer mehr Bereiche des Alltags digital funktionieren und wie man das symbolisch darstellen könnte.

Austausch bei der AbschlussrundeBei der gemeinsamen Abschlussrunde zogen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Fazit der Schulung. Gereon Hoffmann / Caritasverband für die Diözese Speyer

Bei einer gemeinsamen Abschlussrunde konnten die Mitarbeiter Emojis raten. Das sind kleine Symbole, die in Textnachrichten Emotionen des Absenders verdeutlichen sollen. Ob sie das können, ist fraglich - es gab bei fast allen gezeigten Symbolen unterschiedliche Auffassungen, was da zu sehen ist. Während die einen eines der gemalten Gesichter als mutmaßlich krank interpretierten, sahen die anderen es als schlafend. Niemand erkannte das Symbol einer Verbeugung. Hier merkte eine Teilnehmerin an, dass die Zeichen aus einem anderen Kulturkreis, nämlich dem japanischen kämen. "Wir müssen im Gespräch bleiben", meinte Lisa Leininger, nachdem alle sich über die unterschiedlichen Interpretationen gewundert hatten.

Um digitale Medien umfassend nutzen zu können, müssen die nötigen Geräte und sonstigen technischen Voraussetzungen gegeben sein. Das ist nicht immer der Fall, wie Teilnehmer sagten. Kritisiert wurde etwa, dass die Teilnahme an Webinaren nicht möglich sei. Damit solche Seminare via Internet live möglich sind, müssten Webcams mit Bild und Ton und deren Wiedergabe genutzt werden. Auch das Abspielen von Videos in der Arbeit mit Klienten sei nicht möglich. Ferner hätten nicht alle Mitarbeiter Smartphones, mit denen sie unterwegs Mails abrufen könnten.

Die interne Schulung war die erste ihrer Art im Caritas Zentrum Speyer. "Es ging uns auch darum, die unterschiedlichen Grade an Vorkenntnissen bei unseren Mitarbeitern festzustellen", sagte Marlen Bauer, die zusammen mit Claudia Wetzler den Standort leitet. Ebenso sollten mögliche Bedürfnisse und vorhandene Ausstattung festgestellt werden.

Die Veranstaltung ist Teil einer Digital-Offensive des Caritas Verbands. "Sozial braucht Digital" heißt das Motto. Die bundesweite Kampagne möchte auf Chancen, aber auch Risiken der Digitalisierung in allen Lebensbereichen hinweisen. In Schulungen, Diskussionen und Projekten sollen Caritas-Mitarbeiter die Welt der neuen Medien kennenlernen. Auch die eigene Arbeit kann dadurch vereinfacht und Kommunikation verbessert werden. Ein weiterer Aspekt ist die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen, und Menschen mit besonderen Bedürfnissen bei der Teilhabe an Technologien, die immer stärker die Gesellschaft prägen.
 

Text und Bilder: Gereon Hoffmann für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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