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Stand: 11.09.2016

Pressemitteilung

Ausgelassen spielen und einfach glücklich sein

Kindertheaterworkshop in Bo-Rox

Tanzen, Singen, Schauspielern und Spaß haben - das war beim Kindertheaterworkshop für Flüchtlinge in Bobenheim-Roxheim am Dienstag, 1., und Mittwoch, 2. August, nur ein Schwerpunkt. Das Caritas-Zentrum Speyer mit seiner Beratungsstelle in der Bobenheim-Roxheim bot den Workshop an mit dem Ziel, den Kindern eine Gelegenheit zu geben, sich mit Heimat und ihrer Fluchterfahrung auseinanderzusetzen. Unterstützt wurde Caritas-Mitarbeiter Jack Catarata von Ali Moussa von der Tanztheatergruppe Amal  aus Neustadt/Weinstraße und zwei jungen Betreuern.

Lachen, unbeschwert und glücklich sein - wichtige Erfahrungen für die Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien. Und Erfahrungen, die ihre Sozialkompetenz und ihre Resilienz stärken, ist sich Caritas-Mitarbeiter Jack Catarata sicher, der das vielschichtige Programm zusammengestellt hatte. Die Mischung aus Spiel und Ernst kam gut an. In der Abschlussrunde waren sich die Jungen und Mädchen einig: "Es hat Spaß gemacht."

Dabei waren die Aufgaben nicht einfach, die Jack Catarata und Ali Moussa für die rund 20 Teilnehmer im Alter von fünf bis 17 Jahren gestellt hatten. Der Einstieg mit Körperübungen zum Dehnen und Warmwerden führte am ersten Tag gleich zu einem Schwerpunkt: "Es ging darum, Gefühle mit der Stimme, mit Mimik und Gestik auszudrücken", berichtete Jack Catarata. Eine interessante Erfahrung wartete auf die Kinder und Jugendlichen, als sie zum Ausklang des ersten Tages Spiele aus ihrer alten Heimat Syrien und Afghanistan und aus ihrer neuen Heimat Deutschland spielten: "Es gibt Spiele, die universell sind", hat Jack Catarata dabei herausgefunden. So spielen Kinder in Syrien und Afghanistan tatsächlich auch ihre Variante vom deutschen Kreisspiel "Komm mit - renn weg", erzählte der Caritas-Mitarbeiter.

Ziel des Projektes war es vor allem, dass die Kinder im Spiel aufgehen und glücklich sein konnten, sagte auch Ali Moussa: "Sie brauchen das, das sie in ihrem neuen Land glücklich werden." Darüber hinaus konnten er und Jack Catarata auch den Kindern die Gelegenheit geben, sich mit ihrer alten Heimat und ihrer Fluchterfahrung auseinandersetzen. Im nächsten Schritt beschäftigten sich die Jungen und Mädchen in Rollenspielen mit ihrem Leben in Deutschland und versuchten sich vorzustellen, wie ihre Zukunft aussehen wird.

Als wichtiger Baustein des zweitägigen Seminars stand auch das Thema Kinderrechte auf dem Programm. Caritas-Mitarbeiterin  Malgorzata Tomaszewksa vom Kinderschutzdienst des Caritas-Zentrums Speyer machte die Jungen und Mädchen mit ihren Rechten vertraut.

Dass Kinder Rechte haben und wo Gewalt im Umgang mit ihnen anfängt - dieses schwierige Thema stieß bei den Kindern und  Jugendlichen auf Interesse. Teilweise hatten sie bereits einiges darüber in der Schule gelernt, sagten zwei Jungen, die auch gleich ein Beispiel parat hatten: Es sei nicht in Ordnung, ein Kind, das bisher nicht zu einer Clique gehört, auszugrenzen.

In der Abschlussrunde gab es besonderen Applaus für die Köchin und die beiden Betreuer. Ihren Dank für die Unterstützung sprachen Jack Catarata und Ali Moussa auch der Pfarrei Hl. Petrus und Pfarrer Andreas Rubel sowie dem Caritasverband Speyer aus.

Kontakt
Caritas-Zentrum Speyer, Jack Catarata, Flüchtlingsberatung,
Telefon 01520 / 911 93 42, Pfalzring 51a, 67240 Bobenheim-Roxheim

Info Caritas-Zentrum
Das Caritas-Zentrum Speyer ist eine Anlaufstelle für alle Menschen, die sich in unterschiedlichen Lebenssituationen befinden und Rat und Hilfe suchen. Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge erhalten Beratung und Unterstützung zu den Themen Asylverfahren, Aufenthalts- und Sozialrecht sowie auch bei der Bewältigung ihrer Alltagsproblemen und bei der Integration.

Info Tanzthetergruppe Amal
Die Tanztheatergruppe Amal entstand vor drei Jahren in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Neustadt/Weinstraße. Initiatoren waren eben dem heutigen damaligen sozialpädagogischen Betreuer der Einrichtung Jack Catarata noch Mohammad Ali Moussa, einem Theaterregisseur aus Syrien. Anfangs war das Theaterspiel als Gruppenarbeit gedacht, doch inzwischen tritt die Theatergruppe in der Südpfalz und darüber hinaus auch in anderen Orten von Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg auf. Inzwischen arbeitet die Gruppe integrativ, das heißt es gehören ihr Menschen mit und ohne Migrationshintergrund an.

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